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Energiewende im Zeichen der Erneuerbaren

Beim Thema Erneuerbare Energien, insbesondere im privaten Photovoltaik-Ausbau, werde ich regelmäßig gefragt: „Lohnt sich das überhaupt?“

Befragt man – auf der Suche nach einer Antwort – eine der großen Internetsuchmaschinen, wird schnell deutlich, worauf die Frage eigentlich abzielt. Hier heißt es: „Sparen Sie viel Geld!“, „attraktive Geldanlage“, „Machen Sie den PV-Wirtschaftlichkeits-Check“ …

Aus Sicht des Klimaschutzes lässt sich die Frage dabei sehr viel leichter und schneller beant-worten: Ja, das lohnt sich!

Verlassen wir doch einmal gemeinsam den Weg des langjährig antrainierten ökonomischen Denkens und wirtschaftlichen Handelns. Dann wird schnell klar, dass Klimaschutz mehr ist, als die wirtschaftlichste Energieversorgung zu finden. Denn letztlich geht es darum, dass wir unsere Lebensgrundlage, den Planet Erde, möglichst in seiner lebensfreundlichen Form erhalten müssen. Denn jedes Gramm CO2, dass wir durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen in die Atmosphäre schicken, hat enorme Auswirkungen auf das zukünftige Klima und somit auch auf die Art und Weise, wie und unter welchen Bedingungen wir in Zukunft leben werden. Wird weiterhin das Maß an CO2-Emissionen so stark überschritten, wird der sich immer schneller entwickelnde Klimawandel für immer häufigere und heftigere Wetterereignisse sorgen, sodass Starkregenereignisse, schwere Stürme und lange Hitze- und Dürreperioden unsere Lebensgrundlage gefährden.

Die Notwendigkeit der Energiewende für den Klimaschutz ist also dem ökonomischen Wohlstand vorgelagert; ein Gelingen der Energiewende notwendig, um die Grundsteine von Frieden, Freiheit und Wohlstand zu sichern.

Windenergie-Strategie und Photovoltaikausbau

Doch die Energiewende schreitet voran. Schon seit 2018 wird im Kreis Paderborn mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen als verbraucht. Ganz aktuell, im April 2024, folgte die Auszeichnung „Erneuerbarer Kreis“ in Gold als erster bundesweiter Landkreis. Dies dokumentiert, dass die Anlagen demnach mehr Energie erzeugen, als alle Einwohnerinnen, Einwohner und Unternehmen in Summe verbrauchen. Das sind gute Nachrichten, aber noch lange kein Grund, sich auszuruhen. Denn mit der voranschreitenden Elektrifizierung steigt natürlich auch der Bedarf.

Die Energiewende bietet darüber hinaus die große Chance einer grundlegenden wirtschaftlichen Modernisierung mit dem Ziel, die Energieabhängigkeit zu mindern und Deutschland somit vor steigenden Preisen für fossile Energien zu schützen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und uns zu einer der führenden Exportnationen umweltschonender Technologien zu machen.

Und auch in Büren wurde und wird fleißig an der Energiewende gearbeitet. Den bisherigen Erfolg haben wir Ihnen mit dem Energiemonitor visualisiert: https://westenergie.energiemonitor.de/bueren.

Mit der neuen Windkraft-Strategie, die der Rat der Stadt Büren beschlossen hat, ist Büren überdurchschnittlich gut aufgestellt. Und auch der Ausbau der Photovoltaik auf kommunalen Dächern, Unternehmensgebäuden und privaten Häusern schreitet stetig voran.

Die Sonne schickt uns keine Rechnung

Es lohnt sich also auch finanziell. Und dabei kann jeder mitmachen. Besonders beliebt sind daher auch Stecker-PV-Geräte, umgangssprachlich als Balkonkraftwerke bekannt. Mit Verabschiedung des Solarpakets I dürfen diese nun eine Einspeiseleistung von bis zu 800 Watt haben und auch als Mieterin/Mieter haben Sie generell die Möglichkeit, solch eine Mini-PV-Anlage zu betreiben. Die meist aus zwei Modulen und einem Mini-Wechselrichter bestehenden Anlagen sind inklusive Zubehör ab 350 Euro erhältlich. Außerdem fördert die Stadt Büren mit der Förderrichtlinie „Klimaschutz und Klimafolgenanpassung“ die Anschaffung mit 100 Euro. Das Antragsformular für die Förderung finden Sie unter /de/buergerservice/Klima/Formular-Klima.php.

Wie schnell sich die Anschaffung amortisiert und wieviel Strom Sie mit einem Balkonkraftwerk erzeugen können, hängt dabei allerdings von einigen Standortfaktoren ab. Die Ausrichtung der Module ist in Büren Richtung Süden mit einem Neigungswinkel von 39 Grad optimal. Dann lassen sich ohne Berücksichtigung eventueller Verschattungen bis zu 886 kWh/Jahr erzeugen. Bei einer Ausrichtung nach Osten oder Westen sollte der Neigungswinkel 35 Grad betragen. Hier sind immerhin noch 710 kWh/Jahr Ertrag möglich. Die 35-Grad-Ausrichtung wird ebenso empfohlen, wenn nur eine Ausrichtung nach Norden möglich ist. Auch dann sind noch 480 kWh/Jahr möglich.

Der Ertrag ist natürlich abhängig von der Sonnenscheindauer. Aber selbst bei einer konservativen Annahme von 600 kWh/Jahr und einem Strompreis von 0,30 €/kWh sind so jährliche Einsparungen von bis zu 180 Euro möglich. Eine Amortisierung tritt demnach nach dem zweiten Betriebsjahr ein. Und bei einer Lebensdauer von 25 Jahren können so mehrere Tausend Euro eingespart werden. Zudem sparen Sie 240 Kilogramm CO2 pro Jahr ein und verbessern damit Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck.

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