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Gelungener Infoabend zu Cybermobbing in der Aula der Gesamtschule Büren

Foto: Jugendpflege Büren
Foto: Jugendpflege Büren

Die Aula der Gesamtschule Büren war am Montagabend gut gefüllt: Zahlreiche Eltern, Lehrkräfte und Interessierte folgten der Einladung zu einer Informationsveranstaltung über Cybermobbing und die digitalen Gefahren für Schülerinnen und Schüler – von der Grundschule bis zur Sekundarstufe. Ziel des Abends: Aufklären, konkrete Hilfen an die Hand geben und Schule wie Elternhaus noch enger vernetzen.


Schon in der Begrüßung machten die Veranstalter – die Jugendpflege Büren und die Jugendberatungsstelle MUT.ich (Paderborn) deutlich: „Wir wollen Kinder stark machen – nicht nur analog, sondern auch online.“ Fachimpulse aus Medienpädagogik und Präventionsarbeit gaben anschließend einen kompakten Überblick: Was ist Cybermobbing? Wie unterscheiden sich Konflikte von Straftatbeständen? Welche Plattformen, Spiel- und Chaträume sind aktuell relevant? Und welche Rechte haben Kinder und Jugendliche – vom Recht am eigenen Bild bis zum Melden und Sperren von Inhalten?


Erkenntnisse des Abends

  • Früher Einstieg, klare Regeln: Bereits in Klasse 3/4 beginnen viele Kinder, Messenger und Spielechats zu nutzen. Familienmedienregeln, Bildschirmzeiten und altersgerechte Freigaben (z. B. App-/Spiel-Labels) sind zentrale Schutzfaktoren.
  • Cybermobbing erkennen: Typische Warnzeichen sind sozialer Rückzug, Schlafprobleme, plötzliche Noten- oder Stimmungsabfälle, Angst vor dem Blick aufs Handy.
  • Beweise sichern – nicht löschen: Screenshots, Chatverläufe und Profile dokumentieren, bevor Inhalte verschwinden.
  • Niemals allein lassen: Betroffene brauchen schnelle Unterstützung – zu Hause und in der Schule. Schuldzuweisungen („Warum hast du das gepostet?“) vermeiden.
  • Melden, sperren, rechtskonform handeln: Plattform-Tools konsequent nutzen, bei schweren Fällen Anzeige prüfen; Schule einbinden und gemeinsam eine Deeskalationsstrategie abstimmen.
  • Stärkung statt Panik: Medienkompetenz bedeutet auch positive Nutzung: respektvolle Kommunikation, Quellenprüfung, kreatives Arbeiten – und das bewusste Pausieren.

Aus der Praxis: Live-Demos und Fallbeispiele


Anhand realistischer Chat-Szenen wurde gezeigt, wie Gruppendruck, Kettenbriefe, Diffamierungen über Memes oder Fake-Accounts funktionieren – und wie moderierte Antworten, ruhiges Gegen-Narrativ sowie das konsequente Stummschalten/Verlassen toxischer Gruppen wirken können. Eine Live-Demo führte durch Meldewege auf gängigen Plattformen, erklärte Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen und gab Check-listen an die Hand.


Hilfe & Anlaufstellen (Auswahl)

  • Elternhaus: Immer in Kommunikation bleiben. (Reden, Reden, Reden)
  • Schule: Klassenleitung, Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeit
  • Online/Telefon: „Nummer gegen Kummer“, Hilfetelefon bei Gewalt, kommunale Erziehungs- und Familienberatungen
  • Plattformen: Melde- und Sperrfunktionen konsequent nutzen

Am Ende der Veranstaltung nutzten viele Gäste die offene Fragerunde. Deutlich wurde: Prävention wirkt am besten, wenn Schule und Elternhaus an einem Strang ziehen – mit klaren Regeln, verlässlichen Ansprechpersonen und einer Kultur des Hinschauens.

Foto: Jugendpflege Büren
Foto: Jugendpflege Büren

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