15. Jul 2026
Beschluss vom 9. Juli 2026
Der Rat der Stadt Büren hat in seiner Sitzung vom 9. Juli 2026 auf Grundlage eines Antrags der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Einführung eines 1-Euro-Tickets im öffentlichen Personennahverkehr für zunächst zwei Jahre mehrheitlich beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die konkreten Rahmenbedingungen gemeinsam mit den zuständigen ÖPNV-Aufgabenträgern zu erarbeiten. Nach Ablauf der zweijährigen Erprobungsphase sollen die Auswirkungen der Maßnahme ausgewertet und anschließend über eine mögliche Fortführung entschieden werden.
Das 1-Euro-Ticket soll dazu beitragen, den öffentlichen Personennahverkehr noch attraktiver zu machen und möglichst vielen Menschen einen einfachen und bezahlbaren Zugang zu Mobilität zu ermöglichen. Gleichzeitig kann eine stärkere Nutzung von Bus und Bahn einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem zusätzliche Fahrgäste für den öffentlichen Nahverkehr gewonnen werden.
Der Entscheidung des Rates ging ein fortlaufender Austausch der Verwaltung mit den Nachbarkommunen und den zuständigen ÖPNV-Aufgabenträgern voraus. Nach Einführung eines vergleichbaren Angebots in den Nachbarkommunen wurden deutlich steigende Fahrgastzahlen verzeichnet. Gleichzeitig zeigt sich, dass der eigenwirtschaftlich betriebene Busverkehr im Linienbündel 12 angesichts steigender Betriebskosten vor wachsenden Herausforderungen steht. Nach aktueller Einschätzung kann eine höhere Nachfrage dazu beitragen, die Attraktivität und Auslastung des öffentlichen Nahverkehrs zu stärken.
Vor diesem Hintergrund bewertet die Verwaltung die Einführung eines auf zwei Jahre befristeten 1-Euro-Tickets in einer Gesamtabwägung als vertretbar und sinnvoll. „Auch in einer finanziell herausfordernden Zeit müssen Entscheidungen sorgfältig abgewogen werden. Das 1-Euro-Ticket ist bewusst als zeitlich befristete Maßnahme angelegt. Es verbindet soziale und ökologische Ziele mit der Möglichkeit, die Auswirkungen auf die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs fundiert zu bewerten, bevor über eine dauerhafte Fortführung entschieden wird“, betonte Bürgermeister Burkhard Schwuchow im Zuge der Ratssitzung.
Die Einführung des 1-Euro-Tickets erfolgt erst nach Abschluss der erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen ÖPNV-Aufgabenträgern. Dabei werden die konkreten organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen festgelegt.